Mit unseren 1.000 bar - 1.600 bar ein- und mehrstufigen Spannzylindern können große Schrauben bis M 130 sehr schnell und wiederholbar vorgespannt werden. Der Schraubenspannzylinder wird auf das überstehende Gewinde aufgedreht. Nach dem Erreichen des hydraulischen Drucks wird die Mutter von Hand an die Flanschfläche beigelegt. Zum gleichzeitigen Vorspannen können zwei, vier oder weitere Schraubenspannzylinder eingesetzt werden.
Die Vorspannkraft lässt sich am Manometer ablesen, denn der dort angezeigte hydraulische Druck und die mechanische Spannung im Schraubenbolzen haben die gleiche Dimension: Kraft geteilt durch Fläche. Ein individuelles Diagramm zeigt die linear ansteigenden Werte zum Ablesen an.
Die Vorspannkraft, in kN ausgedrückt, wird nicht beeinflusst von Reibungsfaktoren oder der Schmierung eines Schraubenbolzens wie z.B. beim Anzugsverfahren nach Drehmoment. Dies macht den Einsatz von Gewinde-Spannzylindern so interessant, es wird eine direkt bestimmbare und messbare axial im Bolzen wirkende "Anpresskraft" aufgebracht, Reibungsverluste sind eliminiert.
Der Einsatz von Spannzylindern kommt in den seltensten Fällen unterhalb M 20 vor. Als Antriebspumpen werden häufig Hand-Hydraulikpumpen verwendet oder pneumatische Hydraulikpumpen.